Freitag, 18. September 2020

Zusammenarbeit der Bewegungen

 Ziel ist ein Jour Fixe für die Diskussion aller Aktiven.

Am 25. September ist der Globale Klimastreik. Auch Dresden macht mit. https://www.klima-streik.org/

Wir diskutieren über die dauerhafte Kooperation der Bewegungen.

Anschreiben

Fridays For Future, Unterstützer in Dresden Vorhaben FFF-Treffs 17-18 September 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

viele Aktivitäten der FFF- Bewegung und weitere Vorhaben im Rahmen einer umfassenden sozial- ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft laufen parallel und werden bisher noch zu wenig koordiniert. Im Blick auf ein effektives Zusammenwirken könnte sich der folgende Vorschlag als hilfreich erweisen:

EINLADUNG : Die Zeit freitags zwischen 17 und 18 Uhr, insbesondere jeweils am letzten Freitag des Monats wird als regelmäßiger Termin zur realen oder virtuellen/digitalen Kontaktaufnahme der verschiedenen Unterstützer der FFF- Bewegung sowie einer umfassenden sozial- ökologischen Transformation vorgeschlagen. Der Beginn ist zum 25. September 2020, dem Tag des 2. globalen Klimastreiks, vorgesehen. Die Treffs können zugleich auch als Nachdenkzeiten im Blick auf den Start neuer, dringend notwendiger Aktivitäten genutzt werden.

Auf der internationalen Ebene können die Treffs wesentlich dazu beitragen, die Leugnung des Klimawandels weltweit zurück zu drängen. Von besonderem Gewicht ist zunächst, eine gemeinsame Haltung der europäischen Länder zu entwickeln, um die Umsetzung der kürzlich erhöhten, anspruchsvollen Ziele des präzisierten Europäischen „Green New Deal“ baldmöglichst einzuleiten. Entsprechend den Zeitzonen würden die Unterstützer einmal im Monat global ihr Zusammenwirken gegen die globale Gefahr erleben

In der Anlage wird der Vorschlag im Rahmen aktueller Aktivitäten und Forderungen als ein generationsübergreifendes Anliegen näher erläutert. Eine kurze Rückäußerung zu dem Anliegen wäre erfreulich.

Für die Unterstützer FFF in Dresden : Michael Ziege, Friedrich Naehring, Hermann Dörner

michael.ziege@gmx.de Forum: https://zukunftsfaehig.blogspot.com/











ADRESSATEN, die wir nach und nach anschreiben werden:

fffdd Fridays For Future Dresden, Students For Future Dresden, eine Gruppe von fffdd, Scientists For Future Dresden, Parents For Future Dresden, Health For Future Dresden, FFF Deutschland, FFF weitere Gruppen,

OB Dresden, 1. Bürgermeisterin und Beigeordnete für Umwelt, 2. Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Stadtrat Dresden

#everydayforfuture forfuture@sukuma.net, Transition Town Dresden,

Greta Thunberg, Luisa Neubauer, Prof. Ottmar Edenhofer, Prof. Schellnhuber, Prof. Maja Göpel (TNI, Hamburg), Prof. Volker Quaschning (HTW Berlin), Jakob Blasel (FFF-Aktivist, Schleswig- Holstein), Svenja Schulze, Umweltministerium, Sylvia Kotting-Uhl, Umweltausschuss, Ursula von der Leyen, Europäische Kommission, Prof. Stefan Heiland, TU Berlin, Prof Felix Ekardt, Rostock, Dr. Sven Plöger, Prof. Mojib Latif, Prof. Ulrich von Weizsäcker, Redaktion DIE ZEIT,

Fridays for Future, Unterstützer in Dresden Vorhaben FFF Treffs 17-18 September 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

in einem Offenen Brief an die Europäische Kommission haben Greta Thunberg und Luisa Neubauer kürzlich die Dringlichkeit von konkreten Maßnahmen zur Einhaltung der entsprechenden Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz betont. Diese Forderungen haben sie mit Frau von der Leyen und Kanzlerin Merkel beraten. Prof. Edenhofer (kürzlich mit dem deutschen Umweltpreis ausgezeichnet) wirbt in diesem Sinne seit langem für einen wirksamen CO2- Preis. Im Blick auf den schrittweisen Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft mit sinkendem CO2- Ausstoß schlägt Prof. Schellnhuber eine breite Unterstützung der Vorhaben z.B. durch einen umfassenden „Corona-Klima- Generationenvertrag“ vor. Für diese Zielstellung setzte sich kürzlich auch Prof. U.v. Weizsäcker ein.

Prof. Maja Göpel (8. Auflage von: Unsere Welt neu denken“ : Klimaschutz ist wirtschaftlich machbar), leitet THE NEW INSTITUT (TNI) für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit in Hamburg. Sie gründete mit Prof. Volker Quaschning die Scientists for Future (bisher 26000 Unterzeichner). Zusammen fordern sie in einem Aufruf als nächsten Schritt ein abgestimmtes Zusammengehen der jüngeren mit der mittleren und älteren Generation. Genau dafür treten auch die Parents und Grandparents For Future u.a. ein. Der führende FFF- Aktivist Jakob Blasel hat sich das Ziel gesetzt, für diese Ziele als Abgeordneter von Bündnis 90/ Die Grünen direkt im Bundestag einzutreten. Die Autoren Dr. Sven Plöger („Zieht euch warm an, es wird heiß“) und Prof. Mojib Latif („Heißzeit“) haben kürzlich in ihren Büchern mit vielen konkreten Vorschlägen das Zusammenwirken der noch zersplitterten Unterstützer angemahnt.

Es ist ersichtlich, dass viele Aktivitäten der FFF- Bewegung und weitere Vorhaben im Rahmen einer umfassenden sozial- ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft parallel laufen und bisher noch zu wenig koordiniert werden. Entschiedene Maßnahmen gegen die fortschreitende Erderwärmung und weitere Krisensymptome können also nur eingeleitet werden, wenn es gelingt, eine breite Mehrheit aus allen Generationen, insbesondere auch bis in die Volksvertretungen hinein, für diese Vorhaben zu gewinnen.

Für das Zusammenwirken aller Bevölkerungsschichten auf kommunaler, parlamentarischer, europäischer und globaler Ebene ist deshalb eine geeignete Organisationsstruktur systematisch zu entwickeln. Diese sollte möglichst unter Einschluss der für diese Zielstellung engagierten Abgeordneten der Parlamente gebildet werden, um wirksame Gesetzesvorlagen direkt zur Entscheidung einbringen zu können. Das weitere strategische Vorgehen und gemeinsam durchzuführende Aktionen sind auch durch entsprechende Leitungsgremien (z.B. mit den o.g. Personen) zu fördern, die sich regelmäßig abstimmen. Für die Zusammenführung der vielen parallel laufenden Vorhaben könnte sich der folgende Vorschlag als hilfreich erweisen:

EINLADUNG : Um die bisher noch weitgehend zersplitterten Vorhaben wirksam koordinieren zu können, wird ein regelmäßiger Termin zur realen oder virtuellen/digitalen Kontaktaufnahme der Unterstützer der FFF-Bewegung sowie der umfassenden sozial- ökologischen Transformation in Aussicht genommen. Dafür wird die Zeit freitags zwischen 17 und 18 Uhr, insbesondere jeweils am letzten Freitag des Monats, beginnend am 25. September 2020, zum Tag des 2. globalen Klimastreiks vorgeschlagen. Diese Treffs können für den Gedankenaustausch und die Abstimmungen zu Programm, Aktionen und zur langfristigen Strategie ein nützlicher Baustein werden. Sie können zugleich auch als Nachdenkzeiten im Blick auf den Start neuer, dringend notwendiger Aktivitäten genutzt werden.

Bedingt durch die Corona-Pandemie sind bis auf Weiteres die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Der regelmäßige Monatstreff FFF 17-18 Uhr kann somit dazu beitragen, die Kräfte im Blick auf die Bundestagswahl 2021 rechtzeitig zusammenzuführen. Aktuell soll eine möglichst breit abgestimmte Reaktion auf den kürzlich veröffentlichten Aufruf „Energie und Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren“ gefördert werden.

Auf der internationalen Ebene kann der Treff wesentlich dazu beitragen, die Leugnung des Klimawandels weltweit zurück zu drängen. Von besonderem Gewicht ist zunächst, eine gemeinsame Haltung der europäischen Länder zu entwickeln, um die Umsetzung der kürzlich erhöhten, anspruchsvollen Ziele des präzisierten Europäischen „Green New Deal“ baldmöglichst einzuleiten. Entsprechend den Zeitzonen würden die Unterstützer einmal im Monat global ihr Zusammenwirken gegen die globale Gefahr erleben.

Für die Unterstützer FFF in Dresden : Michael Ziege, Friedrich Naehring, Hermann Dörner

michael.ziege@gmx.de Forum: zukunftsfaehig.blogspot.de



Mittwoch, 22. Januar 2020

Freitag, 20. Dezember 2019

Das Klima stabilisieren geht nur mit allen - Offener Brief an EU Kommmissionspräsidentin

20. Dezember 2019 (English below)

Sehr geehrte Präsidentin,

Ihre Klimainitiative strahlt die Hoffnung aus, dass es der EU und der Welt gelingen könnte, in der ersten Hälfte des Jahrhunderts die Emission der Klimagase auf Null zu verringern. Den besten Weg sehen die Wissenschaftler darin, in jedem der kommendenden Jahrzehnte die Menge der Klimagase zu halbieren. Sie haben mit der EU-Initiative "Umfassender Plan zur Anhebung des Klimaziels der EU für 2030 auf mindestens 50 % mit Tendenz zu 55 % in verantwortungsvoller Weise" einen ernst zu nehmenden Anstoß gegeben.

https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/european-green-deal-communication-annexroadmap_de.pdf und https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN-DE/TXT/?uri=CELEX:52019DC0640&from=EN

Die Präsidentin der EU-Kommision und zwei ihrer Stellvertreter Timmermans (rechts) und  Dombrovskis (dazwischen)

Die Klimagase werden einen Preis haben, der alle Menschen der EU antreibt, Klimagase zu vermeiden. Mit allen Gütern, die wir heute herstellen, gelangen mehr oder weniger Klimagase in die Atmosphäre, und alle Güter werden teurer.

Verhindern Sie, dass die Armen in der EU dadurch noch ärmer werden!

Leider ist die EU keine Sozial-Union. Frau von der Leyen, das ist eine große Herausforderung für Sie als Präsidentin der Kommission. Verhandeln Sie mit allen Mitgliedsstaaten, dass deren soziale Sicherungssysteme für diese Aufgabe fit gemacht werden! Auch den Polen muss geholfen werden. Stoppen Sie die Umverteilung von Arm nach Reich, auch in der Klimakrise! Die Staaten werden große Summen durch den Verkauf der Klimagas-Zertifikate einnehmen. Sorgen Sie dafür, dass diese Gelder dazu benutzt werden, damit die Armut in der EU beseitigt wird! Ehrlich, wir bräuchten die Gelben Westen nicht, die EU ist reich.

In Deutschland soll heute unter anderem beschlossen werden, nach einer Einigung zwischen Bund und Ländern am 16. Dezember, dass die Einnahmen aus der Bepreisung der Klimagase an die Bürger zurückgegeben werden, was als Klimaschutzprämie wirken soll. Leider ist das so konstruiert, dass die Vielkonsumierer am meisten davon haben werden. Eine Ausschüttung an alle pro Kopf würde stärker die unteren Schichten einbeziehen. Noch besser wäre, die Klimagas-Einnahmen nur dem ärmsten Teil der Gesellschaft zugute kommen zu lassen, um die laufende Umverteilung von Arm nach Reich zu bremsen.

Alle sollten die Möglichkeit haben, zwischen teuren, das Klima belastenden Gütern und preiswerteren, weniger klimaschädlichen zu wählen. Das würde bedeuten, dass, wie Sie sagen, niemand zurückgelassen wird. Das Wissen über Vorhaben, Beschlüsse und Kostenbilanzen der EU muss um der Transparenz willen stärker in die Gesellschaft getragen werden. Das wollen wir unterstützen durch Mitarbeit in der Europa-Union und mit dem lokalen Club Europa. Als Aktivisten der Ökosozialen Transformation setzen wir uns dafür ein, dass auch die unteren Schichten unserer Gesellschaft gleiche Zugangsberechtigung für eine maßvolle Nutzung der Naturgüter auf einem enger werdenden Planeten haben, die maßlose Nutzung durch alle lehnen wir ab.

Schönen Gruß, auch an Herrn Timmermans und Herrn Dombrovskis, aus Sachsen

Hermann Dörner, Friedrich Naehring und Michael Ziege


December 20, 2019

Stabilizing the climate is only possible with everyone - Open letter to EU Commission President

Dear President,

Their climate initiative hopes that the EU and the world could succeed in reducing greenhouse gas emissions to zero in the first half of the century. The scientists see the best way to halve the amount of greenhouse gases in each of the coming decades. With the EU initiative "Comprehensive plan to raise the EU's climate target for 2030 to at least 50% with a tendency to 55% in a responsible manner" you have given serious impetus.

https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/european-green-deal-communication-annexroadmap_en.pdf and https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/qid=1576150542719&uri=COM%3A2019%3A640%3AFIN

Greenhouse gases will have a price that drives all EU people to avoid greenhouse gases. With all the goods we manufacture today, more or less greenhouse gases are released into the atmosphere, and all goods become more expensive. 

Prevent the poor in the EU from becoming even poorer!

Unfortunately, the EU is not a social union. Mrs von der Leyen, that is a great challenge for you as President of the Commission. Negotiate with all member states that their social security systems are made fit for this task! The Poles must also be helped. Stop the redistribution from poor to rich, even in the climate crisis! The states will earn large sums from the sale of greenhouse gas certificates. Make sure that this money is used to eradicate poverty in the EU! Honestly, we don't need the yellow vests, the EU is rich.

In Germany, among other things, it is to be decided today, after an agreement between the federal and state governments on December 16, that the income from the pricing of greenhouse gases will be returned to the citizens, which should act as a climate protection premium. Unfortunately, it is constructed in such a way that the heavy consumers will have the most of it. A distribution to everyone per capita would involve the lower social ranks more. It would be even better to only allow the poorest part of society to benefit from greenhouse gas income in order to slow the ongoing redistribution from poor to rich. 

Everyone should be able to choose between expensive, climate-damaging goods and cheaper, less climate-damaging goods. That would mean, as you say, that no one is left behind.

Knowledge of EU projects, decisions and cost budgets must be carried more into society for the sake of transparency. We want to support this by working in the Union of European Federalists (UEF) and with the local Club Europa. As activists of the eco-social transformation, we are committed to ensuring that the lower social ranks of our society have equal access rights for the moderate use of natural resources on a planet that is becoming narrower, and we reject the excessive use by everyone.

Greetings, also to Mr. Timmermans and Mr. Dombrovskis, from Saxony

Hermann Dörner, Friedrich Naehring and Michael Ziege

Sonntag, 29. September 2019

Ergebnisse "Klimakabinett"

Hermann Dörner
Hohenhausweg 4
01445 Radebeul

Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit
Frau Ministerin Svenja Schulze
11055 Berlin

Ergebnisse "Klimakabinett"

Radebeul, 24.9.19

Sehr geehrte Frau Ministerin,

hiermit möchte ich meiner außerordentlichen Enttäuschung über die Ergebnisse der Arbeit des
Klimakabinetts Ausdruck verleihen. Seit Jahren versuche ich mich in die gesellschaftliche Diskussion um die Klimaproblematik einzubringen und habe mich in diesem Zusammenhang mehrfach mit Vorschlägen und Kritik (teils als Co-Autor) an Entscheidungsträger gewandt. Ich begrüße und unterstütze die FFF-Bewegung um die Politik doch noch zu wirksamen Maßnahmen zu bewegen, die mir die Hoffnung erhalten, dass unsere Zivilisation die Kontrolle über den Zustand des Ökosystems der Erde nicht endgültig verliert. Diese Hoffnung hat Ihr Gremium in bewährter Art gründlich enttäuscht.

Mir ist bewusst, dass Sie als Politiker Interessen von Teilen der Bevölkerung berücksichtigen müssen,
die kein Bewusstsein für die komplexen ökologischen Probleme besitzen oder auf Grund ihrer sozialen Lage diese Problematik verdrängen.

In der Vergangenheit hat die Politik massiv dazu beigetragen, dass die Situation diesbezüglich so ist. Ich erspare mir an dieser Stelle, all die Maßnahmen und Unterlassungen aufzuzählen, die dazu geführt haben, dass es Ihnen jetzt nicht möglich erscheint, dem nahezu einheitlichen Rat der Wissenschaft und des aufgeklärten und verantwortungsbewussten Teils der Bevölkerung zu folgen.

Aber auf einen mir ganz besonders wichtig erscheinenden Punkt möchte ich in diesem Zusammenhang aufmerksam machen, der überdeutlich aufzeigt, wessen Interessen durchgesetzt wurden und zu dem nun vorliegenden katastrophalen Ergebnis geführt haben. Sie haben die Möglichkeit der Rückverteilung eines Teils der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung im Interesse des einnahmeschwachen Teils der Bevölkerung sträflich außer Acht gelassen. Damit haben Sie wieder einmal künstlich einen Sachzwang erzeugt, der dann nachvollziehbar zu diesem lächerlichen CO2-Preis von 10 Euro im Jahr 2021 bis 35 Euro im Jahr 2025 geführt hat. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass irgend jemand unter Ihnen mit Sachkenntnis von diesem Preis eine geeignete Lenkungswirkung erwartet. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Ihnen bewusst ist, dass Sie mit Ihren Entscheidungen einen Einstieg in ein sinnvolles Modell einer sozial-ökologisch verträglichen Preisgestaltung mit einer Verteilungkomponente der Einnahmen von oben nach unten verhindert haben. Wen in Ihrer Runde das zufrieden hinterlässt und wer wieder einmal nur zähneknirschend beigedreht hat, ist objektiv wohl immer schwerer zu beurteilen.

Ich erwarte von Ihnen, dass Sie in den nächsten Wochen substanzielle Nachbesserungen an Ihren
Ergebnissen vornehmen. Es muss ein CO2-Preis beschlossen werden, der eine Lenkungswirkung
entfalten kann und es muss deutlich werden, dass ökologisch verantwortungsvolles Handeln nicht
bestraft, aber übermäßiger individueller Ressourcenverbrauch schmerzhaft teuer werden wird. Der
ärmste Teil der Bevölkerung muss dabei überhaupt erst einmal in die Lage vesetzt werden, sein Handeln ökologisch sinnvoll auszurichten. Das ist durch Sie auch verantwortungsvoll zu kommunizieren. Das kann und muss Politik leisten. Alles andere ist unverantwortlich.

Bitte schicken Sie mir als Antwort keine Ihrer Textkonserven. Das Einzige, was mich beruhigen könnte ist, dass Sie versprechen, der Stimme der Vielen, die sich für eine verantwortungsvolle Politik einsetzen und sich jetzt lautstark mit ihrer Kritik zu Wort melden, Gehör schenken.

Mit freundlichem Gruß
Hermann Dörner

Offener Brief zu den Koalitionsverhandlungen über Klimawandel


Franz Groll - Gechingen, Friedrich Naehring, Hermann Dörner und Michael Ziege - Dresden


c/o Friedrich Naehring, Bischofsweg 84, 01099 Dresden, friedrich@naehring.info

Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

per e-Mail und Briefpost
02.09.2019

Offener Brief zu den Koalitionsverhandlungen über Klimawandel



Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

in den vergangenen Jahren haben wir unsere Vorschläge den jeweiligen Bundesumweltministerinnen vorgelegt und von ihnen Antworten erhalten, die der jeweiligen politischen Linie entsprachen.

Anlässlich der Koalitionsgespräche zum Klimaschutz im September 2019 ergreifen wir die Gelegenheit, einen an der gegenwärtigen Entwicklung fortgeschriebenen Entwurf für die ökonomische Steuerung des Klimawandels vorzulegen, der zum Ziel führt, das Abkommen von Paris 2015 sicher einzuhalten.

Kernpunkte sind, dass die kontinuierliche Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen wirklich gewährleistet ist, und die entsprechenden wirtschaftlichen Veränderungen und Preise sozial ausgeglichen werden. Wir legen eine Halbierung der Emissionen in jeweils 10 Jahren unseren Vorschlägen zugrunde, was aus wissenschaftlicher Sicht wohl Konsens ist. Die Vorschläge sind sowohl auf Deutschland, die EU und auch andere Wirtschaftsräume mit ihren spezifischen Voraussetzungen anwendbar.

Sollen CO2 und andere Klimagase einen Preis haben? Ja.
Soll der Preis festgelegt werden? Nein. Er soll für alle fossilen kohlenstoffhaltigen Rohstoffe und für alle CO2 emittierenden Prozesse wie Zementherstellung und Landwirtschaft als einheitlicher zeitlich sich entwickelnder Marktpreis sich darstellen und wirken.


Der Weg besteht in der Weiterentwicklung des gegenwärtigen Emissionshandelssystems (ETS):

Die Zertifikate werden verkauft und/oder versteigert nur noch an Unternehmen, die Kohle, Erdöl, Erdgas und andere kohlenstoffhaltige Rohstoffe fördern oder in den Wirtschaftsraum importieren. Kostenlose Zertifikate werden vollständig abgeschafft wie es schon in der Tendenz des jetzigen ETS angelegt ist. Die jährlich zu vergebenden Zertifikate folgen genau der vorgegebenen Reduktionskurve. Die jährliche Deckelung der Klimagasmenge halten wir für den einzigen Weg, der sich noch zu diskutieren lohnt, auch wenn er ökonomisch und gesellschaftlich schwer zu gehen sein wird. Der CO2-Preis (Klimagaspreis) ergibt sich aus dem Marktgeschehen. Primär werden damit die Rohstoffe jährlich teurer. Es ist Aufgabe der Marktwirtschaft, der Industrie, der Finanzwirtschaft und des Handels, diese erhöhten Rohstoffpreise in kostengünstige Produkte umzusetzen. Durch den Marktmechanismus werden Produkte und Dienstleistungen bevorzugt erzeugt werden, für deren Herstellung ein verringerter Anteil an kohlenstoffhaltigen Rohstoffen benötigt wird. Das heißt zusammengefasst, der Staat gibt nur noch die jährlich erlaubte CO2-Menge vor und die Intelligenz der Menschen und des Marktes optimieren die Umsetzung.

In diesem System sind Energieerzeugungs-Unternehmen nicht mehr direkt im Emissionshandelssystem, sondern die Vorlieferanten aus der Rohstoff-Industrie und dem grenzüberschreitenden Einkauf. Der Strompreis ergibt sich nicht mehr aus staatlichen Vorgaben wie CO2-Steuern oder ähnlichem, sondern aus dem Markt.

Das System einzuführen erfordert eine gewisse Zeit. Deshalb schlagen wir für die nächsten 3 bis 5 Jahre eine sofort einführbare Übergangslösung, einen leichter zu verwirklichenden Zwischenschritt vor, der sich auch an den gegenwärtigen Diskussionen orientiert. Diesem Vorschlag folgend zahlen die Unternehmen, die die Rohstoffe fördern und importieren, einen CO2-Mindestpreis, der jährlich oder in kleineren Schritten staatlich vorgegeben wird und sich zunächst an anderen ambitionierten Staaten und dem oben genannten CO2-Reduktionsziel orientieren soll. Durch diese Maßnahme erfolgt eine schnelle Reduktionswirkung. Es wird damit aber das Reduktionsziel nicht zwangsläufig erreicht, weshalb die zügige Veränderung des ETS hin zu einer automatischen marktwirtschaftlichen Klimawandelsteuerung dringend ist.

Die soziale Ausgestaltung geschieht unserer Auffassung nach dadurch, dass alle Einnahmen aus der CO2-Bepreisung, egal ob aus CO2-Mindestpreis oder Zertifikate-Verkauf, gleichmäßig an die Bevölkerung ausgeschüttet werden soll, denn die Kosten für die kohlenstoffhaltigen Rohstoffe verursachen für Konsumenten Preiserhöhungen, die kompensiert werden müssen, und zwar mit der vorgeschlagenen Maßnahme verstärkt für die Leute mit kleinem Geldbeutel. Aber jeder Markteilnehmer kann in der Tendenz die höheren Preise der CO2-belasteten Produkte vermeiden, in dem er Produkte mit geringerem CO2-Anteil kauft. Das trifft auch auf Benzin, Heizöl und -gas und Strom zu. Alle, Produzenten, Händler und Konsumenten werden nach Produkten streben, die klimagünstiger sind.

Wir möchten zu diesem Sozial-Vorschlag ergänzen, dass es viele Abwandlungen dazu gibt. Manche meinen, dass man einen Teil der Einnahmen zur Förderung klimafreundlicher Technologien verwenden sollte, auch wenn damit die Gefahr verbunden ist, dass mit der Förderentscheidung bestimmte Technologien bevorzugt werden. Wir haben auch Vorschläge zur Ausweisung der Klimakosten in den Preisen, zur Vermeidung von Carbon-Leakage an den Grenzen des Wirtschaftsraumes, für den Export von Wirtschaftsgütern und die Intergration des bisherigen Subventionssystems. Das oben genannte System wird am besten funktionieren, wenn alle Wirtschaftsteilnehmer bei den notwendigen Innovationen und Investitionen unterstützt werden. Durch eine verlässliche und klare Vorgabe des Weges bis 2050 wird es leicht sein, dass Banken und alle Wirtschaftsteilnehmer die notwendigen Schritte gehen werden. Wir können auch vorschlagen, wie Methan-Leakage, die Emissionen aus der Landwirtschaft und aus industriellen Prozessen in der Steuerung des Klimawandels einbezogen werden können. Abschließend erwähnen wir, dass das vorgestellte System auch Ansätze bietet, die Probleme der Artenvielfalt und der Überschreitung oder Bedrohung der planetaren Grenzen zu meistern. Gern würden wir mit Ihnen aus der Exekutive zu diesen Aufgaben im Gespräch bleiben.

Wir wünschen Ihnen und damit uns Menschen viel Erfolg bei den anstehenden Koalitionsgesprächen. Freundlich grüßt i.A.





Friedrich Naehring


Dienstag, 24. Oktober 2017

Bericht über gestern

Die Veranstaltung gestern fand mit wenigen Teilnehmern statt. Das Wetter war nicht animierend für Aktivität und Diskussion im Garten. Die zwei Kinder malten nichts, sondern steckten lieber Zwiebeln und schaukelten auf den Schaukeln. Die Erwachsenen interessierten sich vor allem für die einzelnen Gärtchen in den Internationalen Gärten Dresden und die dort wachsenden Gemüse sowie für die Organisation und Vereinsarbeit. Allgemeine politische Themen wie DiEM25 (Democracy in Europe Movement) kamen zur Sprache.  Abgesehen von ein paar Spritzern war das Wetter fast trocken. Wir tranken Pfefferminztee, denn es war im Freien kalt.

Dienstag, 18. Juli 2017

Arm.Reich.Klima umundu Veranstaltung

Konzept für die Veranstaltung
Arm.Reich.Klima

auf dem umundu Festival 2017



http://www.gaerten-ohne-grenzen.org/

Deutsch
English
العربية
русский
🔻

In einer kombinierten Jung-Alt-Veranstaltung des umundu Festivals 2017 am Montag, den 23. Oktober gehen wir gemeinsam den Fragen nach:


Was haben Arm und Reich mit dem Klima zu tun? Kann die Klimawende gelingen und gleichzeitig der Gegensatz zwischen Arm und Reich verringert werden?


In der Veranstaltung um 16 Uhr können Kinder, Jugendliche und Erwachsene malen, wie sie sich Arm, Reich und Klima zusammen vorstellen. Alle gemalten, gezeichneten oder gebastelten Beiträge veröffentlichen wir im Internet, wenn wir eure Erlaubnis dazu haben. Die Ergebnisse bilden auch den Hintergrund für die Veranstaltung ab 17 Uhr.


Ab 17 Uhr kommen wir ins Gespräch über die Möglichkeiten, die Klimawende zu schaffen und die Schere zwischen Arm und Reich zu schließen. Haben Arm, Reich und Klima etwas miteinander zu tun? Können und sollen wir aktiv werden?


Die Veranstalter haben ein Konzept, wie die Klimawende organisiert und dabei die Kluft zwischen Arm und Reich gemildert werden kann. Dieses Angebot kann Gegenstand des Gespräches sein, jedoch sind alle weiteren Ideen zum Thema willkommen. Unser Konzept umfasst folgende Punkte:


  • Die Menge an Klimagasen aus Deutschland (und möglichst darüber hinaus) wird Jahr für Jahr stärker begrenzt, bis im Jahr 2050 etwa ein Zehntel der jetzigen Menge (11.500 kg CO2-Äquivalent pro Kopf und Jahr) erreicht ist - in Übereinstimmung mit dem Abkommen der UN-Klimakonferenz in Paris 2015.
  • Die Erstverursacher der Klimagase können jährlich Anteile an der begrenzten Menge kaufen, z.B. bei einer staatlichen Versteigerung. Erstverursacher sind die Unternehmen, die Kohle, Öl, Gas und Torf hier fördern oder importieren, außerdem landwirtschaftliche und industrielle Unternehmen, in deren Produktion zusätzliche Klimagase emittiert werden, z.B. Zementwerke.
  • Die Einnahmen aus dem Verkauf werden allen Menschen in Deutschland gleichmäßig ausgezahlt. Alle in Deutschland wohnenden erhalten das gleiche Klimageld (das Konzept von Franz Groll)..
  • Durch den Verkauf der Klimagas-Anteile werden die Produkte teurer, für deren Herstellung Klimagase freigesetzt werden, denn die Unternehmen rechnen die Kosten für den Kauf der Klimagas-Anteile in die Produktkosten ein.
  • Konsumenten mit durchschnittlichem Verbrauch können die erhöhten Produktkosten vollständig mit dem Klimageld bezahlen. Es entstehen ihnen keine Mehrkosten oder finanziellen Vor- oder Nachteile.
  • Menschen mit erhöhtem Verbrauch zahlen drauf.
  • Menschen, die klimaneutrale oder klimaschonende Produkte bevorzugen, haben einen finanziellen Vorteil.
  • Zur Information über die Klimawirkung der Produkte wird der Klima-Kostenanteil in jeder Verkaufsquittung angegeben, ähnlich wie heute die Mehrwertsteuer.
  • Menschen, die viele und vor allem klimaschädliche Produkte kaufen, zahlen damit einen höheren Anteil an den Kosten der Klimawende. Klimabewusste Menschen und solche, die wenig Produkte kaufen, zahlen einen geringeren Anteil an der Klimawende. Alle bekommen aber das gleiche Klimageld ausgezahlt. So entsteht ein Geldstrom von Reich nach Arm und nicht, wie sonst üblich, von Arm nach Reich. 
    Leute mit geringem Einkommen und solche, die klimabewusst einkaufen, werden damit besser gestellt.
  • Die Umverteilung von Reich nach Arm ist umso höher, je höher der Preis für Klimagase ist.


Beschreibung des Veranstalters:


In den Internationalen Gärten Dresden können Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern gleichberechtigt Obst und Gemüse anbauen und sich dabei kennen lernen und austauschen. Gut und nachhaltig leben - Auf dem Weg zur solidarischen, ökologisch-sozialen, marktwirtschaftlichen Gesellschaftsordnung ohne Wachstumszwang ist ein Ziel. Impulsgeber für diese Veranstaltung ist die Gruppe zukunftsfaehig.


Adresse: Holbeinstraße Ecke Permoserstraße in Dresden


Ansprechpartner: Friedrich Naehring




English Version (translation: Beate)


Concept for the event
Poor.Rich.Climate

  at the umundu festival 2017

As part of the Umundu festival, we want to get together for an inter-generational exchange on Monday 23rd October to explore the following questions:
How do poverty and wealth interact with climate? Can climate reversal and a reduction in the disparity between poor and rich be realised simultaneously? The event begins at 4pm with an invitation for people of all ages - children, teenagers and adults - to come together and use their creativity to express and visualise their ideas of poverty, wealth and climate. The paintings, drawings and handicrafted contributions will be published online if permission is granted. The results and contributions will also serve as background and context for the discussions starting from 5pm. Starting at 5pm, we want to enter into a dialogue about possibilities to realise climate reversal and to reduce the gap between rich and poor. Are poverty, wealth and climate interrelated? Can and should we become more active on these issues? We, the organisers, have developed a concept for how to organise climate reversal in such a way that it reduces the gap between rich and poor. This proposal could be subject of our discussions, other ideas on this topic are also very welcome. The concept includes the following points:

  • Every year, the amount of harmful greenhouse gas emissions from Germany (and favourably more countries) is reduced further, towards the target of one tenth of the current amount (11.500 kg CO2 equivalent annually per head) by 2050 – in line with the agreement reached at the UN Climate Change Conference in Paris, 2015.  
  • The companies primarily liable to greenhouse gases can purchase annual portions of the limited set amount, for example during an official auction. Primarily liable are enterprises which produce or import carbon, oil, gas and peat. Agricultural and industrial enterprises whose production emit additional greenhouse gases, such as cement plants, are included too.  
  • The income generated through the sale will be distributed equally among all citizens in Germany, so that every person residing in the country receives the same 'climate money' (concept developed by Franz Groll). 
  • As companies will add the costs of purchasing these annual portions to their production costs, goods whose production creates greenhouse gases will become more expensive. 
  • Average consumers can offset the increased costs of products entirely through the climate money they receive. For them threre will not be additional costs, financial disadvantages or even advantages. 
  • People who consume above average will pay more. 
  • People who choose to consume carbon neutral and environmentally friendly products will have a financial advantage. 
  • To inform consumers about the climate impact of products, the carbon footprints will be mentioned on each sales receipt, just as is currently done with value added tax.
  • As those who consume more will spend money above average, whilst those who consume less or environmentally conscious spend less money, a redistribution from rich to poor takes place. 
  • People on low incomes and those who shop climate consciously are therefore better off.  
  • The higher the price for greenhouse gases, the bigger the redistribution from rich to poor. 

About the organiser

The International Gardens Dresden offer people from different countries of origin equal access and space to grow fruit and vegetables, and an opportunity for exchange and getting to know one another. The goal is to live well and sustainably – towards a social system based on solidarity, ecological and social responsibility and a market economy free from a pervasive obligation to grow further. The impulse for this event was provided by the group zukunftsfaehig.


address: Holbeinstraße, corner Permoserstraße, Dresden 


contact person: Friedrich Naehring 



بيان من أجل ألمانيا بمستقبل واعد
الحياة الكريمة- الى الوصول الى مجتمع متضامن إقتصاديا وإجتماعياً وبيئياً من غير نمونٍ إقتصادي قصري.

فعالية أوموندو الفقر.الثراء.االمناخ
في مهرجان أوموندو لعام ٢٠١٧

القائم على الفعالية:
الحدائق الدولية درسدن

في الفعالية المكونة من الشباب والكبار من مهرجان أوموندو في يوم الإثنين الموافق ٢٣.١٠.٢٠١٧ نبحث سويا في التسائلات التالية:
ما هي علاقة الفقر والثراء مع المناخ ؟ هل يمكن تغبر المناخ وبذات الوقت تقليص الفارق بين الفقر والثراء؟

في الفعالية على الساعة ٤:٠٠ يمكن للأطفال والشباب واكبار رسم تصورهم عن الفقر والثراء والمناخ. كل ما سيتم رسميه أو تصويرة أو تشكيلة سيتم عرضة في الإنترنت، طبعا في حال موافقتكم على ذالك، والنتائج ستشكل الخلفية للفعالية من الساعة ٥.

من الساعة ٥ يبداء النقاش حول كيفية الوصول للتغيير المناخي وتحجيم الفارق بين الفقر والثراء. هل هناك علاقة بين الفقر والثراء والمناخ علاقة؟ هيل نستطيع وهل يجب أن نصبح فعالين؟

المنظمين لديهم خطة عمل ، كيف يمكن تنظيم التغير المناخي بما يراعي تخفيف الفارق بين الفقر والثراء، هذا العرض يمكن أن يكون مضمون النقاش، ونرحب أيضا بافكار أخرى، خطة العمل تتظمن النقاط التالية:

. كمية الغازات المعدومة في ألمانيا تقنن سنويا بالتدريج، الى التوصل الى عشر القيمة الحالية سنة ٢٠٥٠
( ١١٥٠٠كغ ثاني أوكسيد الكربون ، بالنسبة للشخص والسنة) بالتناسق مع إتفاقية المناخ بباريس لعام ٢٠١٥.

. المسببين الأولين للغازات العادمة يمكنهم سنويا شراء قيمة محددة من الحصص من المزاد الحكومي . المسببين الأولين هم الشركات المستوردة والمستهلكة للصفحة والنفط و الجفت والشركات الزراعية والصناعية التي تصدر الغازات العامة عند تصنيع المنتج مثل شركات الاسمنت.

.العوائد المالية من واردات الحصص المباعة توزع على كل الناس في ألمانيا بالتساوي ، كل من يعيش في ألمانيا يحصل على نفس المبلغ المالي ( نبداء فرانس غول).

. من خلال مبيع حصص الغازات العادمة يرتفع سعر المنتجات التي تصدر عند تصنيعها هذه الغازات ، لان الشركات ستقوم بزيادة التكاليف على هذه المنتجات بذات القيمة الشرائية لحصص الغازات العادمة.

. المستهلكين المعتدلين يمكنهم تعويض هذه الزيادة من خلال ما يحصلون علية من المبالغ الموزعة عليهم، لن يكون هناك اَي خسارة مادية أو تأثير سلبي عليهم من إرتفاع الأسعار.

. المستهلكين بدرجة عالية سيترتب عليهم تكاليف أكثر.

. المستهلكين الحياديين أو مستهلكي السلع الصديقة للبيئة سيعود هذا عليهم بالربح.

. المعلومات عن التأثير المناخي لهذة المنتجات ترفق القيمة المالية على فاتورة المبيعات كما القيمة المُضافة حالياً.

. بين من يقوم بالاستهلاك بشكل كبير ومن يكون أقل استهلاكاً عن طريق هذه القيمة المُضافة الأخرى يكون قد تم تقليص الفارق بين الفقر والثراء .

ضعيفي الدخل والمستهلكين صديقي البيئة سيستحوذون على فرصة أفضل.

. التوزيع من الثراء الى الأفقر ستكون اكبر كلما كان سعر الغازات العادمة أكبر.

.صفات المشتركين
في الحدائق الدولية درسين يمكن للأشخاص بعيدا عن الإختلافات الوطنية والعرقية أن يقومو بزراعة الخضار والفاكهة والتعارف فيما بينهم وتبادل الخبرات والمعارف. والعيش الجيد المستديم بهدف الحياة الكريمة- الى الوصول الى مجتمع متضامن إقتصاديا وإجتماعياً وبيئياً من غير نمونٍ إقتصادي قصري.

العنوان : Holbein Str Ecke Permoserstr in Dresden للتواصل Friedrich Naehring
translation: Mohammad





Концепция мероприятия
Беднoсть. БогатствоКлимат

на фестивале umundu 2017


В объединенном мероприятии для молодых и пожилых участников фестиваля umundu 2017 в понедельник, 23 октября, мы совместно рассмотрим следующие вопросы:

Каким образом бедность и богатство связаны с климатом? Можно ли остановить потепление климата и в то же время уменьшить контраст между богатыми и бедными?

На встрече в 16 часов, дети, подростки и взрослые смогут нарисовать, как представить мир бедных, богатых и климат. Если вы согласны, мы опубликуем все раскрашенные, нарисованные или самодельные экспонаты в Интернете. Результаты также составят фон мероприятия с 17:00.

С 17:00 мы обсуждаем возможности создания климатического разворота и устранения разрыва между богатыми и бедными. Разве бедность, богатство и климат имеют какое-то отношение друг к другу? Можем ли мы и должны ли мы стать более активными?

Организаторы разработали концепцию того, как можно управлять потеплением климата, и в то же время, сократить разрыв между богатыми и бедными. Это предложение может стать предметом обсуждения, однако все другие идеи по этой теме приветствуются. Наша концепция включает в себя следующее:

  • Количество парниковых газов из Германии (и, если возможно, в других странах) ограничено все больше и больше с каждым годом, до тех пор, пока примерно одна десятая от текущего количества (11 500 кг СО2-эквивалента на душу населения и год) не будет достигнута в 2050 году - в соответствии с соглашением Конференции ООН по изменению климата в Париже, 2015 год.
  • Первоначальные источники парниковых газов смогут покупать годовую часть ограниченного количества, например, на государственном аукционе. Первоначальные источники - это компании, которые разрабатывают или импортируют уголь, нефть, газ и торф, также являются теми сельскохозяйственными и промышленными предприятиями, которые производят дополнительные климатические выбросы, например цементные заводы.
  • Доходы от продажи распределяются поровну всем людям в Германии. Любой житель Германии получает климат-задаток (концепция Франца Гролла).
  • Продукты становятся более дорогими из-за доли парниковых газов, выпускаемой для производства. Компании оценивают стоимость изменения климата в стоимости продукта.
  • Потребители со средним потреблением могут полностью оплатить возросшие цены на продукт с климатом-деньгами. Они не несут никаких дополнительных затрат или финансовых преимуществ или недостатков.
  • Люди с повышенным потреблением платят больше.
  • Люди, которые предпочитают климатически нейтральные или благоприятные для климата продукты, имеют финансовые преимущества.
  • Для получения информации о климатическом воздействии продуктов, стоимость кондиционирования воздуха указывается в каждом квитанции о продаже, аналогично сегодняшнему НДС.
  • Люди, которые покупают много и, прежде всего, продукты, наносящие ущерб климату, оплачивают более высокую долю расходов на изменение климата. Люди, защищающие климат, покупающие не вредные для окружающей среды продукты, несут меньшую долю затрат на изменения климата. Все они получают те же Климагельд. Таким образом, поток денег движется от богатых к бедным, а не, как это принято, от бедных к богатым.
  • Поощряются люди с низкими доходами (низким потреблением) и люди с небольшим влиянием на изменение климата.
  • Перераспределение от богатых до бедных тем выше, чем выше цена парниковых газов.


Описание организатора:


В Интернациональном Саду Дрездена люди из разных стран могут вместе выращивать фрукты и овощи, узнавать друг друга и обмениваться опытом. Целью является хорошая и устойчивая жизнь - На пути к солидарности, рыночной экономике, экологическому, социальному обществу - без принуждения к экономическому росту - также одна из наших целей. Группа zukunftsfaehig дает импульс этому мероприятию.

Адрес: Holbeinstraße угол Permoserstraße в Дрездене

Контактное лицо: Friedrich Naehring